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Bürgersolar - Konzept Idee Ablauf

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Durch das Betreiben eines Solarkraftwerks und den Verkauf der Solarstromernte an den Netzbetreiber für die im EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) festgelegte Einspeisevergütung, wird jeder Investor ein gewerblicher Stromproduzent (Kleinunternehmer) mit realistischem Totalgewinn. Sofern er für die Regelbesteuerung optiert, fallen nur Investitionen zum Nettopreis an, die steuerlich geltend gemacht (abgeschrieben) werden können. Überwiegend werden solche Solarkraftwerke auf dem eigenen Dach installiert.

Was ist ein Bürgersolarkraftwerk?

Ein Bürgersolarkraftwerk entsteht, wenn mehrere Investoren aus der Gemeinde oder Umgebung zur gleichen Zeit jeweils ihr eigenes Solarkraftwerk auf einem fremden Dach realisieren und uns per Dienstleistungsvertrag mit der Planung, Errichtung, Versicherung, Betrieb, Wartung und Verwaltung beauftragen. Die dafür notwendige Professionalisierung verursacht Kosten. Durch die Errichtung mehrerer kleiner Solarkraftwerke von zusammen mindestens 19,2 kWp auf einem Dach und die Werbung dafür durch eine lokale Gruppe, werden Kosten vermieden. Dadurch ist der Unterschied in der Wirtschaftlichkeit zwischen einem Solarkraftwerk auf dem eigenem Dach und dem auf einem fremden Dach nicht sehr bedeutend.

Warum sollten lokale Gruppen, wie z.B. Agenda 21, BN, Greenpeace, oder gar eine Gemeinde dafür Werbung machen?

Fotovoltaik ist nachhaltig, ökologisch und durch die Nutzung des EEG ökonomisch, erfüllt also drei der vier Elemente der Agenda 21. Nachdem die erhöhten Vergütungen von allen Stromverbrauchern bundesweit getragen werden, wird durch die Beteiligungsmöglichkeit von Bürgern, die über kein eigenes für die Fotovoltaik geeignetes Dach verfügen, die Sozialverträglichkeit hergestellt und damit das vierte Element der Agenda 21 hinzugefügt.

Warum sollten Gemeinden oder Firmen ihre Dachflächen dafür zur Verfügung stellen?

Innerhalb der Agenda 21 haben Gemeinden eine Vorbildfunktion. Sie können somit nach außen dokumentieren, dass sie nicht nur über Zukunftssicherung, Umwelt- und Klimaschutz reden, sondern auch handeln. Nachdem nur durch örtliche Bürgersolarkraftwerke die lokale Sozialverträglichkeit hergestellt werden kann, stehen sie in besonderer Verantwortung. Gleichzeitig entstehen für die Gemeinde normaler Weise keine Kosten.

Firmen können sich ebenso ohne Einsatz von eigenen Mittel, auf Dauer eine gute Werbung sichern und zeigen, dass sie nachhaltig, also zukunftsorientiert sind.

Und warum sollten wir der Partner der lokalen Agenda 21 sein?

Das Konzept und die dafür erforderlichen Verträge stammen von uns. Wir haben bereits 61 derartiger Anlagen errichtet, die Größte hat 119,78 kWp. Wir sind ein gestaltender Teil der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Solarinitiativen und wir finanzieren z.B. das Solar-Informations-Zentrum (Soliz) in Furth.

Welche Dächer eignen sich?

Optimal geeignet sind nach Süden +/- 15° ausgerichtete Pfannen-, Blech- oder Kupfer-Schrägdächer mit einer Neigung zwischen 23° und 33°, gleich welcher Nutzung: Feuerwehr, Schule, Mehrzweck- und Turnhalle, Bürgerheim, Rathaus, Kindergarten, Klärwerk usw.. Kleinere Abweichungen, insbesondere in der Dachneigung, spielen keine bedeutende Rolle. Flachdächer sind jedoch eher 2. Wahl. Die sog. ‚Dachaufnahme’ eine detaillierte Erfassung der Gegebenheiten, ermöglicht eine genauere Beurteilung.

Welche Komponenten verwenden wir nicht?

Wir sind Spezialisten für Bürgersolarkraftwerke und haben unsere Wurzeln in gemeinnützigen Organisationen, die sich dem Gelingen der Energiewende verschrieben haben. Diese Energiewende hin zu den erneuerbaren Energieträgern ist unsere Aufgabe und unser Ziel. Deshalb können Sie auch sicher sein, dass wir keinerlei Module oder sonstige Bauteile verwenden, die von Unternehmen (oder deren Tochtergesellschaften) stammen, die der Atommafia zuzuordnen sind, die die Energiewende behindern und bekämpfen oder danach trachten, das EEG rückgängig zu machen.

Welche Komponenten verwenden wir?

Aber auch bei den sonstigen Kriterien sind wir wählerisch, nur die erste Wahl kommt bei uns zum Einsatz. Um zum Beispiel Zinkfreisetzung an die Umgebung sowie Verrostung zu verhindern, verwenden wir bei der Unterkonstruktion Aluminium und Edelstahl.

Unser Hauptlieferant für Solarmodule ist der deutscher Hersteller SolarWorld aus Bonn/Freiberg, der auch die Zellen selbst produziert. Sogar die Wafer, aus denen die Zellen gemacht werden, stammen aus eigener Produktion und die einzige Recyclinganlage für Solarmodule in der BRD steht ebenfalls in Freiberg. Bei besonders großen Abweichungen in Dachneigung oder Ausrichtung, setzen wir ein Qualitätsmodul aus Schweden ein, mit Prismenglas und deutschen Zellen. Und wer sich für ein Modul aus Fernost begeistern kann, für den haben wir auch etwas hochwertiges im Programm.

Die Wechselrichter stammen aus der Nähe von Kassel und werden von dem Weltmarktführer SMA hergestellt. Werden dreiphasige Wechselrichter benötigt, setzen wir die Wechselrichter von Kostal ein, die in Freiburg gefertigt werden.

Spezielle Solarkabel sowie Stecker und Buchsen stammen aus der Schweiz.

Unser Aluminium Untergestell ist eine TÜV geprüfte Entwicklung der Fa. Frankensolar (Nürnberg). In besonderen Fällen setzen wir ggfs auch Produkte der Fa. Schletter (Haag in OB) ein.

 

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